Basel, Schweiz – Musikhören mit Lautsprechern auf Allmend verboten

Basel, Schweiz – Musikhören mit Lautsprechern auf Allmend verboten
Musik ist für viele Menschen ein wichtiger Teil des Lebens. Sie mit Freunden auch in der Öffentlichkeit zu teilen, gehört deshalb für viele zum Alltag dazu. In Basel kann das jedoch seit neustem richtig teuer werden. Ein neues aberwitziges Verbot spaltet die Gemeinschaft. Denn eine Geldstrafe in Höhe von 100 Franken droht, wenn Musik mit einem Lautsprecher gehört wird. Die steigende Lärmbelästigung, durch immer besser werdende
Technik wird dabei als Hauptgrund angeführt.Basel eine weltoffene, lustige und manchmal furchtbar spießige Stadt
Normalweise zeigt sich die Stadt Basel von ihrer spaßigen und weltoffenen Seite. Vor allem wenn es wieder Zeit für die Art Basel ist, platzt die Stadt bald aus allen Nähten. Dann können Kunstwerke in ungewöhnlichen Galerien bestaunt werden und es wird die ganze Nacht gefeiert. Schrille Kunstliebhaber aus aller Welt treffen sich hier. Eine ganze Stadt vergnügt sich einige Tage und feiert die Kunst und sich selbst. Dieses kurze Abschweifen zeigt die Gegensätzlichkeit zu der neuesten Regelung, welche das öffentliche Hören von Musik betrifft.
Nun ist es auf der Allmend verboten so genannte „verstärkte Musik„ zu hören. Und falls Sie bei längeren Abenden ihren Schlüsselverlieren sollten, ist der 24h Schlüsseldienst Basel jederzeit für Sie im Einsatz.

Das Musikverbot
„Das Verwenden einer stationären oder tragbaren Lautsprecheranlage auf Allmend ist gemäß Paragraph 32 des Übertretungsstrafgesetzes und gestützt auf die polizeilichen Vorschriften betreffend Lärmbekämpfung bewilligungspflichtig. Bei der Bewilligungspflicht von Lautsprechern auf Allmend handelt es sich nicht um eine neue Bestimmung. Die entsprechenden Informationen sind auf der Homepage der Kantonspolizei publiziert, so auch der Weg für eine Bewilligungsanfrage.„
Es hängt somit keinesfalls von der tatsächlichen Lautstärke der Musik ab. Denn dadurch könnten sich andere Personen gestört fühlen. Da eine regelmäßige Kontrolle der Lautstärke allerdings zu aufwendig wäre, würde ein generelles Verbot dann durchaus Sinn ergeben. Auch eine Regelung, welche die Nachtruhe schützen soll, wäre nachvollziehbar. Jedoch steht auch dieser Aspekt offensichtlich nicht im Fokus. Neben der Geldbusse kann es außerdem passieren, dass das Gerät, von welchem die Musik abgespielt wurde, beschlagnahmt wird. Das Gerät kann nach einer „definierten Dauer„ dann von der Polizeiwache abgeholt werden. Ein ungewöhnlich hartes Durchgreifen, wie nicht nur die Bürger von Basel finden.
Die Polizei rechtfertigt ihr Vorgehen hingegen damit, dass vor allem bei gutem Wetter der Lärmpegel an der Allmend stark zunehmen würde. Die Anwohner würden sich dadurch gestört fühlen, unabhängig von einer Tageszeit. Außerdem würde es sich dabei keinesfalls um eine neue Regelung handeln, nur auf ihre tatsächliche Durchsetzung würde nun mehr geachtet werden, da das Mitführen von Smartphones und Lautsprechern in den letzen Jahren stark zugenommen habe.

Bewilligungen sind nun Pflicht
Um Musik auf dem Handy abzuspielen oder diese per Lautsprecher laufen zu lassen, ist nun eine Bewilligung nötig. Diese Erlaubnis schlägt allerdings mit 30 Franken pro Tag zu Buche und ist somit alles andere als günstig. Dafür kauft sich der-oder diejenige dann 30 Minuten öffentliches Musikhören. Allerdings wird diese Bewilligung teilweise nicht von der Polizei akzeptiert, wie einige Augenzeugen berichten. Die Geldbusse muss dennoch gezahlt werden, was zu diversen Streitigkeiten zwischen den Passanten und den Ordnungshütern geführt hat. Aus einem nachvollziehbarem Grund.

Musikabspielen wird teuer
Wer sich auf der Allmend in Zukunft mit lauter Musik erwischen lässt, der muss mit einer Strafe bis zu 100 Franken rechnen. Auch eine Ermahnung muss der Übeltäter dann über sich ergehen lassen. Richtig absurd wird es allerdings, wenn diese neue Regelung einmal genauer unter die Lupe genommen wird. Denn akustische Musik bleibt weiterhin erlaubt. Es ist somit durchaus erlaubt eine akustische Gitarre zu spielen, nicht jedoch Gitarrenmusik von seinem Smartphone laufen zu lassen. On sich die Stadt Basel mit dieser Regelung wirklich einen Gefallen getan hat, darf bezweifelt werden. Denn weder die Einwohner, noch die Besucher können eine solche Regelung nachvollziehen oder sogar gutheissen.

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